März

Futterkontrolle und Ausgleich der Volksstärken

Bei Einzug des Frühlings beginnen die Völker zu brüten. Damit nimmt ihr Futterkonsum drastisch zu und der Futtervorrat entsprechend rasch ab. Futter wird besonders zum Heizen gebraucht. Das Brutnest muss durchgehend 35° C warm gehalten werden!

Am meisten Futter verbrauchen die stärkeren Völker, weil diese besonders viel Brut anlegen und später auch als erste zu wachsen beginnen. Allerdings nur wenn sie genügend Futtervorräte haben. Wenn diese vorher zur Neige gehen, droht der Hungertod!

Die Futtervorräte reichen mindestens bis Ende des Monats aus, wenn 1-Zargen-Völker bei der Winterauffütterung im August/September 15 kg Zucker (=20 Liter Zuckerwasser 3:2) und 2-Zargen-Völker 20 kg Zucker (=30 Liter Zuckerwasser 3:2) erhalten haben. Wer weniger gefüttert hat muss den Futtervorrat überwachen und einschreiten, bevor er zu Ende geht, und notfalls eine Notfütterung durchführen.

Futterkontrolle

Zur Kontrolle des Futtervorrates genügt es das Gewicht der Völker festzustellen. Diese werden einfach hinten angehoben. Wer sich unsicher ist, vergleicht das „gefühlte Gewicht“ der Völker mit dem einer leeren Beute, in die 10 kg Steine oder Sand gelegt werden. 1-Zargen-Völker, die etwa so schwer sind, haben noch genügend Futter. Leichtere müssen kontrolliert werden. Dafür ist es nicht notwendig, den Raucher anzuwerfen:

Blechdeckel und Innendeckel abheben, Folie dort abziehen, wo das Bienenvolk nicht sitzt. Nicht besetzte Waben sollten mit Futter gefüllt sein. Ihre verdeckelten Zellen sind von oben zu erkennen, ohne dass die Waben gezogen werden müssen. Wenn diese Randwaben leer sind und die besetzten Waben keine Futterkränze haben, muss eine Notfütterung durchgeführt werden:

a) Entweder Futterwaben einhängen (Wenn im Wabenlager keine vorrätig sind, können den schwereren Völkern, die auch meist schwächer sind, eine oder auch zwei volle Waben entnommen werden) oder b) einen Fladen Futterteig (etwa 1 kg) auf den Bienensitz legen.

Ausgleich der Volksstärken

Nach den Reinigungsflügen wird die Stärke der Völker überprüft. Allzu schwache Völker, die nur vier oder weniger Wabengassen besetzen, werden stärkeren Völker, die bereits eine Zarge füllen, über Absperrgitter aufgesetzt. Die beiden Völker haben dann ein gemeinsames Flugloch. Die obere Königin erhält Pflegehilfe von unten und legt in kurzer Zeit ein Brutnest an, das nach 2-3 Wochen fast genauso groß ist wie das des unteren Volkes. Sie glauben das nicht? Probieren Sie es einfach einmal aus. Setzen Sie Ihr schwächstes Volk auf das stärkste. Das Absperrgitter zwischen den beiden Völkern muss königinnendicht sein!