Die Ergebnisse der Sommerbehandlung mit der Bienensauna

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viel Aufwand + wenig effektiv + gefährlich für starke Bienenvölker
= nicht empfehlenswert

Publiziert am 1. November 2016 von Dr. Gerhard Liebig, Gastwissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum

Nach der Sommerhonigernte wurde Ende Juli mit der Behandlung von abgeernteten Wirtschaftsvölkern mit der Bienensauna begonnen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Völker zwischen 30 Tausend und 40 Tausend Bienen und mehr als 25 Tausend Brutzellen. Bereits beim ersten Volk traten Komplikationen auf. Offensichtlich wurde es dem Volk über den Heizplatten, die während der Aufwärmphase eine Temperatur von über 70° C erreichen können, zu heiß. Die Bienen wichen nicht nur nach oben aus, sondern dichteten Wabengassen auch nach unten ab, so dass der Aufstieg der unten produzierten Wärme gebremst wurde. Die Folge war, dass unten eingelagerter Nektar oder Honig auf und neben die Heizplatten tropfte, bevor die Zieltemperatur von 41° C im Behandlungsdeckel erreicht wurde. Dann besteht das Risiko, dass vorher Wabenwerk abrutscht und das Volk  verbraust.
Wenn im Behandlungsdeckel die Temperatur von 41° erreicht wird, fährt das Gerät die Temperatur der Heizplatten auf unter 60° C zurück. Doch dieser Wärmeverlauf wird nur bei relativ schwachen Völkern erreicht. Deshalb wurde die Anwendung der Bienensauna im Sommer in das Konzept „Teilen und behandeln“ integriert, bei dem ein Wirtschaftsvolk geteilt wird: in einen Flugling mit der Königin und ein „Brutvolk“. Insgesamt 4 Fluglinge wurden wenige Tage nach der Teilung mit der Bienensauna mit dem Programm „Behandlung ohne Brut“ behandelt und etwa drei Wochen später mit Ameisensäure oder Oxalsäure nachbehandelt.
Die „Brutvölker“ wurden mit der Bienensauna mit dem Programm „Behandlung mit Brut“ behandelt, als sie keine offene Brut mehr hatten, aber noch verdeckelte Brut. Sie wurden im brutfreien Zustand nachbehandelt.
Gemessen an dem durch die Nachbehandlung ausgelösten Milbenfall hatte die Saunabehandlung der Fluglinge einen Wirkungsgrad von durchschnittlich 10%. Bei den 6 Brutvölkern lag der Wirkungsgrad der Saunabehandlung  mit durchschnittlich 37% deutlich höher, obwohl sie während der Saunabehandlung verdeckelte Brut hatten. Auch bei den 5 Altvölkern, die wie die Brutvölker in zwei Zargen sitzend mit dem Programm „Behandlung mit Brut“ behandelt wurden und bei denen die Saunabehandlung mit etwa 7 Stunden etwa doppelt so lange dauerte wie bei den Fluglingen und bei den „Brutvölkern“, lag der durchschnittliche Wirkungsgrad mit 32% höher als bei den Fluglingen (Tab. 1).
Nach der Sommerhonigernte wurden auch alle Völker, die bereits im Frühjahr mit der Bienensauna behandelt worden waren, gegen die Varroamilbe behandelt, entweder erneut mit der Bienensauna plus einer Nachbehandlung oder nur mit Ameisensäure oder Oxalsäure. Bei allen Behandlungen wurde der Milbenfall erfasst. An beiden Bienenständen bestätigte es sich, dass die Frühjahrsbehandlung mit der Bienensauna keine Wirkung auf die Varroamilbe gehabt hat; denn die im Frühjahr mit der Bienensauna behandelten Völker waren im Spätsommer im Durchschnitt genauso stark von Varroamilben befallen wie die Völker ohne Saunabehandlung im Frühjahr (Abb. 1). Vgl. auch Bericht über die Frühjahrsbehandlung:  http://www.immelieb.de/?page_id=1668.

Tab. 1. Der Milbenfall der Völker, die „nach dem Abschleudern“ mit der Bienensauna behandelt wurden. Der Wirkungsgrad dieser Saunabehandlung wurde mit dem durch die Nachbehandlung ausgelösten Milbenfall berechnet.

tabelle1_sauna

abb1_saunaDie Ermittlung des Wirkungsgrades der Sommerbehandlung wird m Folgenden für jeden der untersuchten Volkstypen beispielhaft an einem Volk vorgestellt.

Flugling

Das Wirtschaftsvolk  „LBZ 2“ war bereits im März mit der Bienensauna behandelt worden. Nach dieser Behandlung stieg der natürliche Milbenfall bis Anfang August stetig an. Im Zeitraum 9.8.-15.8. fielen bei diesem Volk  im Durchschnitt 14 Milben täglich ohne Behandlung in die in den Gitterboden eingeschobene Windel.
Am 15.8. wurde das Volk geteilt und sein Flugling am 18.8. mit der Bienensauna behandelt. In den 3 Tagen vor der Behandlung waren beim Flugling lediglich 2 Milben (= 0,7 Milben/Tag) in die Windel gefallen; im selben Zeitraum waren es beim „Brutvolk“ 18 Milben/Tag[1].
Während der 4 Stunden dauernden Saunabehandlung mit dem Programm „Behandlung ohne Brut“ fiel nur 1 Milbe auf eine Heizplatte und 3 weitere Milben in den folgenden 20 Stunden. Der Milbenfall nach der Saunabehandlung war über einen Zeitraum von 12 Tagen leicht erhöht (Abb. 2). Insgesamt fielen bis zum Schlupf der ersten Brut 26 ausschließlich dunkle adulte Milben[2].
Mit dem Schlupf der ersten Brut stieg der Milbenfall deutlich an. Viermal im Abstand von 3 Tagen erfasst schwankte er zwischen 11 und 6 Milben pro Tag. Im Durchschnitt des Messzeitraumes lag er bei 8 Milben/Tag. Dabei traten auch helle Milbenstadien im Gemüll auf, was daraufhin deutet, dass ein Großteil der Milben die Saunabehandlung des Fluglings überlebt und in der neu angelegten Brut Nachkommen produziert hat.
Das wurde mit der Nachbehandlung des Fluglings bestätigt. Nach dem Schlupf der erst angelegten Brut wurde der Flugling mit einem Oxalsäuretuch behandelt. Mit dieser Dauerbehandlung werden nur die auf den Bienen sitzenden Milben erreicht. Innerhalb von 3 Wochen fielen 337 Milben. Dabei dürfte es sich nicht nur um Milben handeln, die die Saunabehandlung überlebt haben, sondern auch um deren Nachkommen. Wenn man unterstellt, dass die Saunabehandlung keinen Einfluss auf die Fertilität der überlebenden Milben hatte, dann wären etwa ein Drittel der 337 Milben, die aufgrund der Oxalsäuretuchbehandlung gefallen sind, überlebende Milben der Saunabehandlung und zwei Drittel deren Nachkommen. Daraus errechnet sich ein Wirkungsgrad der Saunabehandlung von weniger als 20%. Bei dieser Kalkulation wird unterstellt, dass die Behandlung mit dem Oxalsäuretuch eine Wirkung von 100% hat. Das ist nicht der Fall[3]. Der tatsächliche Wirkungsgrad der Saunabehandlung des Fluglings von Volk „LBZ 2“ dürfte weit unter 20% liegen.

abb2_saunaAbb. 2. Der Milbenfall beim Flugling des Volkes „LBZ 2“ vor und nach der am 18. August durchgeführten Saunabehandlung. Am Tag der Saunabehandlung verlor der Flugling 4 Milben und bis zum 8. September nochmals 22 Milben. Mit dem Schlupf der ersten Brut am 8. September stieg der Milbenfall deutlich von 1 Milbe/Tag auf über 10 Milben/Tag an. Bis zum Beginn der Nachbehandlung, die als Dauerbehandlung mit einem Oxalsäuretuch durchgeführt wurde, wurden 146 Milben in der Windel gezählt. Die Nachbehandlung löste einen Abfall von insgesamt 337 Milben aus.

Brutvolk       

Der Teilung des Wirtschaftsvolkes „LBZ 2“ am 15. August folgte bei seinem „Brutvolk“ ein Anstieg des natürlichen Milbenfalls von 14 Milben/Tag auf 18 und 30 Milben/Tag (Abb. 3). Während der fast 4stündigen Saunabehandlung am 23. August fielen 47 Milben auf und zwischen die Heizplatten und in den folgenden 44 Stunden 219 Milben in die Windel. In der Folgezeit sank der offensichtlich durch die Saunabehandlung ausgelöste Milbenfall rasch ab und erreichte, nachdem die Brut des Brutvolkes geschlüpft war, ein Niveau, das etwa so hoch lag wie unmittelbar vor der Saunabehandlung.
Am 7. September wurde das dann brutfreie „Brutvolk“ auf eine Zarge eingeengt. Unmittelbar nach dem Einengen wurde es im brutfreien Zustand durch Aufträufeln von Oxalsäure behandelt. Von dieser Methode ist bekannt, dass sie im Winter, wenn die brutfreien Völker bei frostigem Wetter in einer engen Wintertraube sitzen, deutlich besser wirkt als im Sommer. Das zeigte sich auch hier, als etwa 3 Wochen später das Brutvolk, kurz bevor die erste von der Nachschaffungskönigin angelegte Brut zu schlüpfen begann, mit Ameisensäure behandelt wurde. Diese Behandlung löste erneut einen deutlichen Anstieg des Milbenfalls aus, der aber nach zwei Wochen auf fast null absank. Der Wirkungsgrad der Saunabehandlung des Brutvolkes liegt bei 58%, wenn man ihn allein an dem Ergebnis der Oxalsäurebehandlung misst, und bei 35%, wenn man den Milbenfall der zweiten mit Ameisensäure durchgeführten Nachbehandlung miteinbezieht.

abb3_saunaAbb. 3. Der Milbenfall beim „Brutvolk“ des Volkes „LBZ 2“ vor und nach der am 22. August durchgeführten Saunabehandlung. Aus dem Verlauf des Milbenfalls kann geschlossen werden, dass die Saunabehandlung auch in die verdeckelte Brut wirkt und dort Milben tötet, aber nicht alle. Nach der Nachbehandlung des brutfrei gewordenen „Brutvolkes“ am 7. September mit Oxalsäure fielen 512 Milben bis zum 30. September. Sie hatten die Saunabehandlung auf den Bienen oder in der verdeckelten Brut überlebt. Am 30. September folgte die zweite Nachbehandlung mit Ameisensäure, die auch in die verdeckelte Brut wirkt. In den zwei Wochen nach dieser Behandlung schlüpfte die behandelte verdeckelte Brut und fielen weitere 780 Milben.  

Altvolk

Das Altvolk „CD 2“ wurde am 22. August auf zwei Zargen eingeengt. Bei diesem Eingriff wurde die untere Brutraumzarge mit den älteren brutfrei gewordenen Waben entfernt. Die obere Brutraumzarge, in der sich die gesamte Brut, etwas Bienenbrot und Honig  befand, wurde auf den Gitterboden besetzt und auf sie der ehemalige Honigraum mit 10 weitgehend leeren Waben. Nach dem Einengen, bei dem die auf den 10 Waben der unteren Brutraumzarge sitzenden Bienen in den ehemaligen Honigraum geschüttelt wurden, wurde eine Windel eingeschoben und das Flugloch mit einem Fluglochkeil auf 4 cm Breite und 1 cm Höhe eingeengt. Die Gemülldiagnose am 25. August ergab einen natürlichen Milbenfall von 7 Milben/Tag.
Am 25. August wurde dem Altvolk der Behandlungsboden mit der Bienensauna untergeschoben, der auf dem Behandlungsboden gesetzte Gitterboden (ohne Windel) an den Seiten und hinten mit Schaumstoff abgedichtet und das Programm „Behandlung mit Brut“ gestartet. Das klein gestellte Flugloch blieb geöffnet.[4] Das Verhalten der Bienen am Flugloch wurde mit laufender Kamera aufgezeichnet. Während der Behandlung bildete sich am Flugloch eine Bienentraube. Ihre Größe scheint auch von der Außentemperatur abhängig zu sein.
Die Behandlung dauerte etwas länger als 7 Stunden. Während dieser Behandlungszeit waren 89 Milben auf und zwischen die Heizplatten gefallen. In den folgenden 17 Stunden fielen weitere 73 Milben auf die wieder eingeschobene Windel. Der Milbenfall sank danach langsam ab. Insgesamt fielen während und in den 12 Tagen nach der Behandlung 686 Milben.
Nach dem Schlupf der behandelten verdeckelten Brut stellte sich wieder natürlicher Milbenfall ein, der mit etwa 20 Milben/Tag mehr als doppelt so hoch lag wie vor der Sauna-Behandlung. Die am 12. September durchgeführte Ameisensäurebehandlung löste den Fall von 766 Milben aus und führte zu einer Absenkung des natürlichen Milbenfalls von 22 Milben/Tag auf 3 Milben/Tag (Abb. 4).

abb4_saunaAbb. 4. Der Milbenfall des Wirtschaftsvolkes „CD 2“ vor und nach der am 25. August durchgeführten Saunabehandlung. Auch in diesem Fall kann aus dem Verlauf des Milbenfalls geschlossen werden, dass die Saunabehandlung in die verdeckelte Brut wirkt und dort Milben tötet, aber nicht alle. In den 12 Tagen nach der Saunabehandlung fielen 686 Milben. Die Nachbehandlung mit Ameisensäure löste einen Abfall von 766 Milben aus.   

Beurteilung der Bienensauna

Der Wirkungsgrad einer „nach dem Abschleudern“ durchgeführten Saunabehandlung schwankte zwischen 7 und 55% und lag im Durchschnitt bei 34% (Tab. 1). Das ist viel weniger als die Vertreiber vorgeben, bei ihren Behandlungen erreicht zu haben.
Es überrascht, dass bei den Fluglingen, die keine verdeckelte Brut hatten, sodass sich alle Varroamilben während der Saunabehandlung ausschließlich auf den Bienen aufhielten, die geringste Wirkung von durchschnittlich 10 Prozent erzielt wurde. Bei Brutvölkern und Altvölkern lag der Wirkungsgrad im Durchschnitt dreimal höher, was aber bei weitem nicht ausreicht, um ein Bienenvolk ausreichend vor der Varroose zu schützen. Wenn man das Ergebnis der Frühjahrsbehandlungen und das der Sommerbehandlungen zusammenfasst muss man feststellen, dass die Bienensauna für eine effektive Bekämpfung der Varroamilbe nicht geeignet ist. Das steht im krassen Widerspruch zu den Angaben der Vertreiber auf der Website www.bienensauna.de. Die dort aufgestellte Behauptung, dass zwei Behandlungen, nämlich eine erste Behandlung im Frühjahr und die zweite Behandlung „nach dem Abschleudern“ bzw. vor der Einfütterung ausreichen, um Bienenvölker vor der Varroose zu beschützen, ist nicht belegt und wurde hier nicht bestätigt. Die im Langzeittest durchgeführte Frühjahrsbehandlung zeigte überhaupt keine Wirkung und die Sommerbehandlung nur wenig Wirkung.
Bei Varroabefall muss die Winterbienenbrut vor übermäßig hohem Varroabefall geschützt werden. Dazu dienen vor allem die Behandlungen im Spätsommer und Herbst. Mit ihnen muss der Varroabefall deutlich unter die Schadensschwelle gedrückt und niedrig gehalten werden.[5] Nach den in dieser Untersuchung erzielten Ergebnissen kann dieses Ziel mit der Bienensauna nicht erreicht werden.

[1] Das ist normal. Der natürliche Milbenfall entsteht hauptsächlich dann, wenn befallene Brut schlüpft. Der   Flugling wird im Honigraum brutfrei mit der Königin gebildet, die wenig später mit dem Eierlegen beginnt. Von Varroamilben befallene Brut kann frühestens 21 Tage nach der Bildung des Fluglings schlüpfen. Vom „Brutvolk“ ist bekannt, dass sein natürlicher Milbenfall unmittelbar nach der Teilung höher liegt als beim Altvolk vor der Teilung.

[2] Das Verhältnis von 1 Milbe, die während der Behandlung auf die Heizplatten gefallen ist, zu 25 Milben, die danach und bis zum Schlupf der ersten Brut gefallen sind, steht im krassen Widerspruch zu der Beschreibung des Milbenfalls eines Volkes, das Anfang September 2015  im brutfreien Zustand mit der Bienensauna behandelt worden war. Während dieser Behandlung „fielen ca. 3000 Milben. In den 2 Tagen danach fielen noch einmal 160 Milben. In den nächsten 14 Tagen weitere 50.“, so ist es auf der Website www.bienensauna.de seit Oktober 2015 zu lesen. Des Weiteren hieß es dort: „Um den noch vorhandenen Milbenbefall zu erfassen, wurde 16 Tage nach der ersten eine zweite Bienensauna-Behandlung durchgeführt. Während dieser 2,5 Stunden andauernden Behandlung fielen 430 Milben. Gleich am nächsten Tag nach der Behandlung lag der Totenfall nur noch bei 1 Milbe und fiel danach auf 0. Insgesamt fielen bei  den Wärmebehandlungen und in der Zeit dazwischen 3640 Varroen. Wenn wir diese Zahl durch 300 teilen (der empfohlene Multiplikator für den natürlichen Milbenfall im September), kommen wir auf einen natürlichen Totenfall von 12 Milben pro Tag, was dem tatsächlichen Fall vor der ersten Behandlung nahezu entspricht.“ Auf der Website www.bienensauna.de findet sich noch die Beschreibung des durch eine Saunabehandlung ausgelösten Milbenfalls eines zweiten Volkes mit „Restbrut“. Eine eingehende Analyse der Milbendaten beider Völker, die sich an der Biologie der Varroamilbe und ihres Wirtes orientiert ist http://www.immelieb.de/?page_id=1480 zu finden.

[3] Diese Methode „Behandlung mit Oxalsäure getränkten Tüchern“ ist noch in der Entwicklung. Wenn dafür gesorgt wird, dass die aufgelegten Tücher beständig von Bienen belaufen werden, z.B. durch Auflegen eines dünnen Futterteigfladens, kann ein Wirkungsgrad von über 80% erzielt werden. 

[4] Diese Vorgehensweise war dem Umstand geschuldet, dass das erste zuvor nach Vorschrift behandelte Altvolk etwa 3 Stunden nach Behandlungsbeginn zu „verbrausen“ drohte. Es wurde dem Volk zu heiß. Honig tropfte auf, durch und neben die Heizplatten. Das nächste Wirtschaftsvolk wurde mit seinem Gitterboden auf den gereinigten Behandlungsboden gesetzt und der aufgesetzte Gitterboden rundum mit dicken Schaumstoffstreifen abgedichtet. Diese Vorgehensweise ist sehr viel einfacher als das Umsetzen der Zargen vom Gitterboden auf den Saunaboden. Bei verschlossenem Flugloch ist kein Verlust von auffliegenden Bienen zu befürchten, der beim umständlichen Umsetzen nicht zu vermeiden ist, auch wenn diese Maßnahme nachts durchgeführt wird. Das Umsetzen der kompletten Beute schafft außerdem noch die Option, Völker bei geöffnetem und klein gehaltenem Flugloch zu behandeln. Diese Variante führte zu einem vergleichbar guten bzw. schlechten Wirkungsgrad wie bei komplett verschlossenen Völkern. Sie senkt das zweifellos vorhandene Risiko, dass es im behandelten Volk über den bis zu 70° heißen Heizplatten zu heiß wird. 

[5] Die Schadensschwelle kann auch anhand des natürlichen Milbenfalls beurteilt werden. Sie liegt im Herbst mit 10 Milben/Tag deutlich niedriger als im Sommer mit 100 Milben/Tag! In brütenden Völkern kann sich die Milbenzahl monatlich verdoppeln oder auch verdreifachen. Aus „5 Milben/Tag“ können auch im Herbst innerhalb von vier Wochen mehr als „10 Milben/Tag“ werden. Und die Schadensschwelle wäre überschritten!    

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