Der Autor

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

Ende 2011 ging Dr. Gerhard Liebig in den Ruhestand. Er war 37 Jahre lang an der Landesanstalt für Bienenkunde in Stuttgart-Hohenheim angestellt und hat dort in Langzeitprojekten die Populationsdynamik von bienenwirtschaftlich wichtigen Honigtauerzeugern auf Fichte und Tanne sowie die Entwicklung von Bienenvölkern und ihres Varroabefalls untersucht. Mit dem regelmässigen „Zählen“ von Milben begann er 1982, unmittelbar nach dem Auftauchen der Varroamilbe in Hohenheim. Am Anfang galt sein Interesse nur der Befallsentwicklung im Bienenvolk. Ihre Kenntnis ist die Grundlage für die Entwicklung von Bekämpfungskonzepten, aber auch zur Beurteilung von Varroatoleranz und -resistenz. Diese Untersuchungen, in denen die Ursachen des natürlichen Milben(ab)falls aufgespürt und die Eignung der Gemülldiagnose für die Überwachung des Varroabefalls erkannt wurden, machten bald deutlich, dass das Verständnis der Befallsentwicklung im Bienenvolk die genaue Beobachtung der Volksentwicklung mit regelmässigen Populationsschätzungen nach der „Liebefelder Methode“ voraussetzt. Liebig erlernte diese Methode bei den Liebefelder „Altmeistern“ Luzio Gerig und Anton Imdorf, mit denen er jahrelang in Kontakt stand und Erfahrungsaustausch pflegte.