April

Völker kommen in Schwung

Die Völker sind gut in Brut und dehnen bei halbwegs normaler Witterung ihr Brutnest von Tag zu Tag aus. An den klimatisch günstigen Standorten (in der Nähe wird Wein angebaut oder wachsen Kirschen) ist der erste Brutsatz bereits geschlüpft und hat die Winterbienen abgelöst! Das Brutzellen-Bienen-Verhältnis liegt dort schon deutlich höher als 2:1, an den kalten Standorten (kein Anbau von Obst, nur Grünland) „erst“ bei 1:1. Die Völker wachsen! An den warmen Standorten schneller als an den kalten.

Jungvölker

Jungvölker, die auf einer Zarge überwintert wurden, müssen erweitert werden, bevor sie unten durchhängen und im Unterboden Wildbau errichten! Ein „zu früh“ gibt es nicht, nur ein „zu spät“. Der Wildbau unten wird sofort mit Drohnenbrut gefüllt, was die Ausdehnung und Verlagerung des Brutnestes in die obere Brutzarge bremst und später dafür sorgt, dass das Bienenvolk nur zögerlich den Honigraum über dem Absperrgitter nutzt und lieber einen breiten Honigkranz unter dem Absperrgitter anlegt. Völker, die ihr Brutnest oben bis zum Rähmchenoberträger ausdehnen, besiedeln später leichter den Honigraum.

Die Erweiterungszarge kann aus x Mittelwänden und y ausgebauten hellen Waben bestehen (x=5-10, y = entsprechend 5-0). Sie kann auch einen Baurahmen enthalten. Es reicht allerdings auch aus, wenn dieser erst bei der zweiten Erweiterung, die bei den Jungvölkern etwa gegen Mitte des Monats ansteht, gegeben wird.

1-Zargen-Völker vor und nach der ersten Erweiterung im April

Altvölker

Altvölker erhalten gegen Mitte des Monats ihren Honigraum über Absperrgitter. Wenn noch nicht geschehen wird diese Erweiterung für das Einhängen des Baurahmens genutzt. Dabei werden überflüssige Futterwaben entfernt. Sie werden im Mai bei der Bildung der Begattungsvölkchen verbraucht oder dienen zur Futterversorgung der Jungvölker.


Doppelvölker

Im März gebildete Doppelvölker („schwaches Volk über Absperrgitter auf starkes Volk“) können gegen Mitte des Monats wieder getrennt werden, sobald die oben angelegte Brut in großem Umfang schlüpft. Das ist etwa 4-5 Wochen nach dem Aufsetzen der Fall. Das aufgesetzte Volk wird abgehoben, auf einen eigenen Gitterboden gesetzt und an einen anderen Standort verstellt, damit es die eingeflogenen Bienen behält.

Es kann auch das untere stärkere Volk um ein paar Meter zur Seite gestellt werden. Dann fliegen dem ehemals oberen Volk alle Flugbienen zu!

Wer Gefallen an den Doppelvölkern findet, (be)hält sie bis zur Eintritt der Schwarmstimmung (Ende April/Anfang Mai). Spätestens gegen Mitte des Monats erhält das untere Volk einen Baurahmen, der Brutraum des oberen Volkes muss mit einer Ausflugöffnung für die Drohnen ausgestattet werden und beide Völker erhalten einen gemeinsamen Honigraum (über einem zweiten Absperrgitter).

Haben die Völker genügend Futter?

An milden Tagen tragen die Bienen nicht nur Pollen, sondern auch Nektar ein, sodass der Brutto-Futterverbrauch bei oder über Null liegt. Doch wenn es tagelang durchgehend kalt bleibt, wird ein starkes Volk innerhalb einer Woche um mehr als 1 kg leichter. Deshalb muss der Futtervorrat der Völker überwacht werden!

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1 Kommentar zu "April"

  1. Bonjour,
    Je peux vous poser des questions en français ou en español..??

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