Das Große Blühen

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In Kürze:

  • Der Generationenwechsel beginnt und ist in etwa zwei Wochen abgeschlossen.
  • Auch in 2013 gilt für die anstehenden Erweiterungen: Es gibt kein „Zu früh“, sondern nur ein „Zu spät“!
  • Die Völker werden erst geschröpft, wenn die Winterbienen abgegangen sind. Dazu den nächsten Newsletter abwarten.

Das „Große Blühen“ hat -wie zu erwarten war- rasant begonnen und eilt(e) in schnellen Schritten voran. Zurzeit macht es witterungsbedingt eine kurze Pause, die den Völkern Gelegenheit gibt, etwas aufzuholen.

Dennoch: Die Vegetation ist zwar immer noch „spät dran“, hat aber einen gewaltigen Vorsprung. Die Kirschblüte war von kurzer Dauer und geht dem Ende zu. Die Rapsfelder beginnen sich gelb zu kleiden.

Die Bienenvölker haben gegen Mitte April mit dem Brüten begonnen und seitdem ihr Brutnest rasch ausgedehnt. Das hat auch Bienen gekostet! Die Völker sind nur halb so stark wie bei ihrer „ersten“ Auswinterung Anfang März, haben aber viel Brut.

Zurzeit liegt das Brutzellen-Bienen-Verhältnis bei 5:1. Es überwiegt die verdeckelte Brut.  In den Völkern hat der Generationenwechsel begonnen. Er dürfte in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein. Mit ihm wächst die Bienenzahl der Völker auf das Zwei- bis Dreifache. Dann werden auch mehr Bienen als Sammlerinnen eingesetzt*.

Wenn noch nicht geschehen, sollte den auf zwei Zargen überwinterten Alt- und Jungvölkern der Honigraum gegeben werden. Und mit dem Honigraum der erste Baurahmen. Wie man das macht, zeigt das Video „Honigraum aufsetzen“.

Völker, die in einer Zarge überwintert wurden, sind bereits während der verspäteten Salweidenblüte das erste Mal erweitert worden. Ihre zweite Erweiterung steht erst an, wenn der Generationenwechsel vollzogen ist. Darüber mehr im nächsten Newsletter.

* Die Beschreibung der Volksentwicklung beruht auf einer Populationsschätzung von 13 Völkern am vergangenen Samstag.

Über den Autor

Gerhard Liebig
Hier schreibt Dr. Gerhard Liebig. Er war 37 Jahre lang an der Landesanstalt für Bienenkunde in Stuttgart-Hohenheim angestellt und hat dort in Langzeitprojekten die Populationsdynamik von bienenwirtschaftlich wichtigen Honigtauerzeugern auf Fichte und Tanne sowie die Entwicklung von Bienenvölkern und ihres Varroabefalls untersucht.