stille Umweiselung

stille Umweiselung

wird vom Bienenvolk betrieben, wenn es mit seiner alten Königin nicht zufrieden ist. Der Grund ist für den Imker nicht immer ersichtlich. Es wird eine junge Königin aufgezogen. Die alte wird erst abgetrieben, wenn die junge in Eiablage ist bzw. sich bewährt hat. Das führt dazu, dass sich im Volk einige Wochen lang, manchmal auch einige Monate lang und während des Winters, zwei Eier legende Königinnen aufhalten. Wenn sich die junge Königin nicht bewährt, wird sie und nicht ihre Mutter abgetrieben und die stille Umweiselung erneut in die Wege geleitet. Ein Volk, das still umweiseln will, legt nur wenige (1-3) Weiselzellen an, ein schwarmtriebiges Volk dagegen viele. Zu einer stillen Umweiselung kann es während der gesamten Brutperiode kommen.

Gerhard Liebig

Ende 2011 ging Dr. Gerhard Liebig in den Ruhestand. Er war 37 Jahre lang an der Landesanstalt für Bienenkunde in Stuttgart-Hohenheim angestellt und hat dort in Langzeitprojekten die Populationsdynamik von bienenwirtschaftlich wichtigen Honigtauerzeugern auf Fichte und Tanne sowie die Entwicklung von Bienenvölkern und ihres Varroabefalls untersucht.

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